Neues aus der
rückeroberten und selbstverwalteten Fabrik
der VIO.ME in Thessaloniki
Griechenland Solidaritätskomitee Köln (GSKK)
Seit 11 Jahren leisten die KollegInnen der VIO.ME einen erfolgreichen Widerstand gegen den Verlust ihrer
Arbeitsplätze und die Verschrottung ihrer Fabrik. Weder die Zwangsversteigerungen noch die sonstigen
staatlichen Behinderungen konnten die KollegInnen zum Aufgeben bewegen. Sie sind immer noch da und
vertreiben weiter ihre Produkte.
Das Projekt der VIO.ME ist eines von zahlreichen Brennpunkten des sozialen
Widerstandes. Griechenland ist eine tief prekarisierte Gesellschaft. Weit über
50% der Beschäftigung bestehen aus Arbeitsverhältnissen in allen möglichen
flexibilisierten Formen. Der gesetzliche Mindestlohn von 663,00 EUR ist die
faktische Obergrenze des herrschenden Lohnniveaus. Es entstehen ständig
neue Kollektivstrukturen, die den Versuch unternehmen, eine
Verteidigungslinie aufzubauen – wenn auch in rudimentärer Form. Gerade für
diesen Kampf gegen den sozialen Kahlschlag und den gravierenden
Autoritarismus auf der Ebene der arbeitsrechtlichen Verhältnisse steht das
selbstverwaltete Modell der VIO.ME.
Die meisten Selbsthilfeprojekte, die Gebrauchsgüter des täglichen Bedarfs herstellen und vertreiben, sind
unweigerlich mit dem Problem der Wettbewerbsfähigkeit konfrontiert. Sie stehen vor dem Dilemma,
entweder nach den Spielregeln des Marktes zu handeln oder aber ihre politischen und sozialen Ansprüche
weiterzuverfolgen. Seit einem Jahrzehnt halten die Arbeiter:innen von VIO.ME an ihren Grundprinzipien fest:
die Vollversammlung bleibt das einzige Entscheidungsgremium;
es wird keine Lohndifferenzierung akzeptiert;
jede Form eines flexibilisierten Arbeitsvertrages wird strikt abgelehnt;
Auftragsfertigung von anderen Betrieben nehmen sie nicht an.Diese Haltung vertreten sie, nebenbei bemerkt, auch gegenüber den anderen selbstorganisierten Projekten.
Trotzdem ist es den KollegInnen der VIO.ME gelungen, sowohl die Qualität als auch das Sortiment ihrer
Produktlinie zu verbessern, und vor allem, beachtlich zu erweitern (von Allzweckreinigern bis Weichspülern).
Inzwischen hat das VIO.ME-Projekt eine ziemlich große Anhängerschaft,
die sowohl aktive Solidarität übt als auch die Erzeugnisse der Fabrik
regelmäßig kauft. Neben dem Vertrieb auf politischen Veranstaltungen,
Kundgebungen und Volksmärkten gibt es auch eine Reihe von Kollektiven
und Selbsthilfeprojekten, die größere Bestellungen für den eigenen
Bedarf aufgeben.
Verschiedene basisgewerkschaftliche Strukturen versuchen ihre Arbeitgeber dazu zu bewegen, Reinigungs-
mittel der VIO.ME für den betrieblichen Gebrauch zu kaufen. Meistens sind das Betriebe der kommunalen
Behörden. Der Nachteil ist, dass die KollegInnen der VIO.ME lange Zeit auf die Begleichung ihrer Rechnung
warten müssen. Um den Weiterbetrieb sicherzustellen, sind sie ständig auf ein bestimmtes Absatzniveau
angewiesen. Aus diesem Grund haben sie wieder eine neue Kampagne gestartet, um den Vertrieb ihrer
Produkte zu steigern und auszuweiten. Mit einer hochpolitisch motivierten Argumentation sprechen sie
hauptsächlich Basisgewerkschaften, Solidaritätsnetzwerke und Bürgerinitiativen an.
Wir vom „Griechenland Solidaritätskomitee Köln“
wollen die Kampagne auch in Deutschland unter-
stützen. Wir wenden uns an gewerk-schaftliche
und betriebliche Strukturen, zivilgesellschaftliche
Gruppierungen und Netzwerke, um sie zu
motivieren, sich mit den Erzeugnissen der
VIO.ME-KollegInnen zu versorgen – auch kleine
Bestellmengen sind willkommen. Es gibt auch in
Deutschland einige Solidaritätsläden, die das
VIO.ME-Sortiment führen und bürgernah
ausliefern .
Bitte helft der VIO.ME das weitere Überleben zu sichern. Solidarität ist unsere Stärke!
Bezugsquellen für Vio.Me-Produkte in Deutschland:
alle Vio.Me-Produkte:
Die Seiferei, Augsburg https://seiferei.noblogs.org
Gemein&Nützlich Vertriebskollektiv https://gemein-vertrieb.de/shop
Roots of Compassion, Münster https://rootsofcompassion.org
Black Mosquito, Flensburg https://black-mosquito.org/de
nur einige Produkte:
Aroma Zapatista, Hamburg https://aroma-zapatista.de/produkte/seife
Neues Deutschland, Berlin https://neues-deutschland.de/shop
große Mengen direkt bei Vio.Me: http://viome-intl.blogspot.com/
Internet-Adressen:
**e-shop: www.viomecoop.com **Facebookpage: www.facebook.com/SEVIOME
**blog page: www.biom-metal.blogspot.com (griech.) **http://viome-intl.blogspot.com/ (internat.)
Griechenland Solidaritätskomitee Köln gskk.org Kontakt : info@gskk.org




Η δράση αυτή εντάσσεται στο πλαίσιο των διεθνιστικών ημερών του Καραβανιού για το Νερό και τη Ζωή, μια πρωτοβουλία των Pueblos Unidos (Ενωμένων Λαών) της περιοχής της Cholula η οποία πλαισιώνεται από το Εθνικό Ιθαγενικό Κογκρέσο και αυτή τη στιγμή διασχίζει το Μεξικό.

Όλες οι πληροφορίες σχετικά με τη μετάδοση, τις μεταφράσεις κ.λπ. θα δημοσιευθούν την ώρα της εκδήλωσης σε αυτή τη σελίδα:

http://caravana.pueblosunidosporlavida.org/jornadas-internacionales


 

Kolleginnen und Kollegen aus der europäischen und internationalen ArbeiterInnenklasse!

 Kolleginnen und Kollegen aus der europäischen und internationalen ArbeiterInnenklasse!


Wir schreiben diesen Brief, um einige Dinge bekannt zu machen, die seit ungefähr 10 Jahren in der geografischen Ecke, in der wir uns befinden, geschehen. Aber auch um Ihre Unterstützung für unsere Bewegung zu bitten, die aus den tagtäglichen Kämpfen unserer Klasse entstanden ist.


Wir, die KollegInnen der VIO.ME, mussten zusehen, wie das Management die Fabrik über Nacht fluchtartig verließ und uns in Armut und Elend stürzte. Die Folge war, dass wir nichts unternehmen konnten, um wenigstens die ausstehenden Löhne einzufordern. Es ist uns gelungen, mit einer großen Mehrheit der Beschäftigtenversammlung den Weiterbestand der Fabrik zu sichern und mit all unseren Kräften den Betrieb weiterzuführen. Wir haben Wege und Mittel gefunden, die Produktion wieder aufzunehmen und Produkte herzustellen, die für einfache Familien nützlich und notwendig sind.


Über verschiedene soziale Netzwerke, die als Instrumente der gesellschaftlichen Kontrolle fungieren und mit denen wir ohnehin zusammenarbeiten, wurde uns zunächst nahegelegt, Reinigungsmittel – präziser ausgedrückt – natürliche und ökologische Reinigungsmittel sowie Körperpflegeprodukte herzustellen. Seit neun Jahren produzieren und verbessern wir diese Produkte, damit sie nützlich, aber auch für jeden Endverbraucher erschwinglich sind. Und nicht nur für wenige, wie es die Unternehmen tun, die Produkte herstellen, damit nur eine Kaste von Menschen sie verwendet, die sie sich leisten können.


Wir produzieren diese Produkte, ohne jegliche finanzielle Unterstützung vom Staat, der Europäischen Union, der Kirche oder irgendeinem Chef zu akzeptieren. Wir haben uns entschieden, nur mit den von uns produzierten Produkten bezahlt zu werden und Arbeit nicht als Beschäftigung abwerten zu lassen, sondern als Überlebensmittel zu würdigen.


Parallel zur Produktion haben wir uns entschieden, dass wir auch den Vertrieb organisieren sollen, d.h. ohne Zwischenhändler und Chefs, die ihren Wertanteil auf das Produkt abwälzen, den Arbeitsaufwand unterbewerten, indem sie unseren Lohn kürzen.


Aus diesem Grund wird dieser Brief geschrieben, um nicht nur Wege zu finden, unsere Produkte an alle europäischen und weltweiten gewerkschaftlichen und solidarischen Strukturen zu vertreiben, sondern auch um Qualitätsprodukte zu viel besseren Preisen als die der großen Firmen herzustellen - denn für uns spielt die Nachfrage keine Rolle beim Preis des Produkts, sondern der Arbeitsaufwand, der erforderlich ist, um das Produkt herzustellen.


Wir laden alle gewerkschaftlichen Strukturen ein, sich mit uns in Verbindung zu setzen, um Wege zu finden, wie wir Sie mit unseren Produkten versorgen können, um so auch die Fabrik der VIO.ME am Leben zu erhalten, die unter ArbeiterInnenkontrolle produziert und von der Betriebsversammlung geleitet wird.


Wir bitten nicht um irgendeine Art von Wohltätigkeit, sondern um Solidarität, indem Sie die Fabrik unterstützen und die Produkte bestellen, die Sie benötigen und Sie ohnehin von irgendeiner Quelle beziehen. Wir warten auf Ihre E-Mail, um Wege zu finden, damit unsere

Produkte Sie erreichen.


Mit kämpferischen und solidarischen Grüßen

Die KollegInnen der Sozialen Kooperative SE.VIO.ME


Kontaktdaten der VIO:ME

Polytechneiou 52, 55535 Pylaia-Thessaloniki

Zweigniederlassung: Laertou 21-23-25, 55535 Patriarchiko Pylaias

Zweigstelle Athen: Psaron 33, Sankt Anton, 12132 Peristeri


e-mail

seviome@gmail.com

e-shop (GR)

https://viomecoop.com/

facebook

https://www.facebook.com/SEVIOME

twitter

https://twitter.com/se_vio_me

instagram

https://www.instagram.com/se_viome/

blog

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VIOME BELONGS TO THE WORKERS

Another auction of the property that VIOME uses for the operation of the factory was CANCELED yesterday! Thanks to the solidarity movement that was there and supported us with its physical presence at the courthouse (Thessaloniki) and the ministry of labor (Athens) and to everyone else that supports our struggle from afar we managed to secure the property from being sold. 

Solidarity is our weapon!

Workers at VIOME COOP.


Contact/orders: seviome@gmail.com

Support VIO.ME: https://power.viomecoop.com/

VIOME IS NOT FOR SALE - WE ARE BLOCKING THE AUCTION

On Thursday 24/06/21 the last auction is scheduled, from a series that was set in September ‘20 and was postponed due to covid. But it is also the last auction that it’s done with physical presence, since the next ones will be on an electronic platform. 

They did everything they could to stop a factory operating under workers' control in production and with the workers’ assembly in the administrative part. They did everything to stop this effort of the workers of the former BIO.ME., lest there be another example. They have not yet realized that the kick-off for such efforts is given by the capitalists together with their minions, the politicians, with the enslavement they try to pass on to the workers and to society in general. 

For fourteen months, the cooperative of workers of BIO.ME. works without electricity, because they cut it off, and they have not yet realized that we are not taking a single step back – while if they did that in a capitalist enterprise, it would not last even a week. However, in companies that have bosses, they are offered "land and water" when they hire an employee, and the employee's insurance and part of his salary is paid by support programs. On the contrary, S.E.VIO.ME. has not received a penny from state or European funding taken by generous bosses and various crooks, who roam the ministries threatening ministers. 

We, the employees in the cooperative, work and get paid for the effort we put in our work from the surplus and the investments that are made are based on the social capital and not on the PADFs (Partnership Agreement for the Development Framework) that are given to the bosses. We do not want any favors from any state or organization. On the contrary, we fight for our right to work and to live with our families with dignity and we will not let anyone ruin what we have built with so much effort over the years. 

We invite all of you who have supported us for so many years, sometimes with your physical presence or with the purchase of the quality products we produce. We call workers' unions and groups, we call organizations and collectives, we call the housewives who tried our products and do not change them, we call the students to stand by us on 24/06 in the courts of Thessaloniki and to shout loudly that BIO.ME. is not for sale - no matter how much the oligarchy wants it, which is affected by such practices.

JUNE 24 - WE ARE BLOCKING THE AUCTION

VIOME WILL REMAIN WORKERS' HANDS


Workers' assembly of BIO.ME.

Open Solidarity Initiative to BIO.ME.

VIOME steht nicht zum Verkauf - wird nicht verschrottet.

 

Mittwoch, 12. Mai 2021

VIOME steht nicht zum Verkauf - wird nicht verschrottet.

Der letzte Gerichtstermin der derzeitigen Zwangsversteigerungsrunde (übrigens einer von vielen), der ursprünglich für September 2020 vorgesehen und aufgrund von Covid verschoben werden musste, wurde jetzt auf den 24.06.2021 festgelegt. Allerdings handelt es sich um die letzte mündliche Verhandlung, denn die nachfolgenden Zwangsversteigerungsrunden werden auf elektronischem Weg abgewickelt.

Sie versuchen alles, um eine Fabrik zu schließen, die die Produktion in Arbeiterkontrolle betreibt und die administrativen Aufgaben durch die Betriebsversammlung regelt. Sie versuchen alles, um das Projekt der ArbeiterInnen der früheren VIO.ME lahmzulegen, damit es bloß kein weiteres Beispiel gibt. Sie haben noch nicht begriffen, dass es die Kapitalisten zusammen mit ihren Schergen, den Politikern, sind, die die Versklavung der ArbeiterInnen und der Gesellschaft betreiben, die eigentlich den Startschuss für solche Experimente geben.

Seit vierzehn Monaten arbeitet die Sozialkooperative der ArbeiterInnen der VIOME ohne Strom, denn sie haben die Stromversorgung abgeschaltet; und sie haben immer noch nicht begriffen, dass wir auf keinen Fall einknicken werden – hätten sie das einem kapitalistischen Unternehmen angetan, hätte dieses keine Woche durchgehalten. Auf der anderen Seite lassen sich die Unternehmen der freien Marktwirtschaft von vorne bis hinten bedienen; für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen erwarten sie die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge und eines beträchtlichen Teils des Arbeitslohnes. Im Gegensatz dazu hat SE.VIOME keinen Cent aus staatlichen oder europäischen Finanzmitteln erhalten; anders als die Bosse und die sonstigen Betrüger, die durch die Ministerien streifen, Minister unter Druck setzen und mit Finanzspritzen großzügigerweise überschüttet werden. Wir, die ArbeiterInnen der Sozialkooperative, arbeiten und werden für unsere Maloche aus dem Rest, der nach Abzug aller Kosten übrig bleibt, bezahlt, und unsere Investitionen finanzieren wir aus dem Sozialkapital und ohne die finanzielle Deckung der Förderprogramme der EU ESPA (F. 1), die den Bossen geschenkt werden. Wir fordern keine Gefälligkeiten vom Staat oder von anderen Organisationen. Im Gegenteil, wir beanspruchen unser Recht auf Arbeit und auf eine menschenwürdige Existenzsicherung unserer Familien; wir werden niemandem erlauben, unser Werk, das wir im Laufe der Jahre mit harter Arbeit aufgebaut haben, kaputt zu machen.

Wir rufen alle auf, die uns seit so vielen Jahren unterstützen, oft durch ihre physische Präsenz oder mit dem Kauf der von uns hergestellten Qualitätsprodukte. Wir rufen Gewerkschaften und Initiativen auf, wir rufen Organisationen und Kollektive auf, wir rufen die Hausfrauen auf, die unsere Produkte ausprobiert haben und uns die Treue halten, wir rufen die StudentInnen auf, uns am 24.06.2021 vor dem Gerichtsgebäude von Thessaloniki zur Seite zu stehen und mit uns aufzuschreien, VIOME steht nicht zum Verkauf – wird nicht verschrottet, gleichgültig ob dies der Oligarchie passt, die durch solche Projekte ihre Interessen gefährdet sieht.


24. Juni - Wir blockieren die Zwangsversteigerung

VIOME bleibt in den Händen der ArbeiterInnen


Die Betriebsversammlung der ArbeiterInnen der VIOME

Die offene Solidaritätsinitiative für die VIOME



Fußnote:

ESPA = Partnerschaftsabkommen für den Entwicklungsrahmen 2014-2020

(Partnership Agreement for the Development Framework 2014-2020) – Förderprogramme der EU


„Kein Wort wird zurückgenommen, kein Dezibel“ – Solidarität mit den kämpfenden Künstlern

Wir stehen einem gewaltigen Angriff des Kapitalismus und der angeblichen „Demokratie“ gegenüber, denen wir dienen sollen. Es ist ein Angriff, der uns am Arbeitsplatz trifft, er hat die Studenten getroffen und jetzt sogar die Kunst.

In unserem Land begann die Staatsmacht, indem sie die Künstler ihrer Arbeitslosigkeit ausgeliefert hat. Obwohl alle Geschäfte geschlossen waren, zogen sie es vor, das Geld den Bullen, den Medien und den großen Unternehmen (der Luftfahrtgesellschaft „Aegean“, den Mautunternehmen) zu geben, anstatt allen Arbeitern im Kunstsektor eine Zulage zu geben, damit sie leben können. Was kann man schließlich erwarten von einer Regierung, die ihre Klientel in den Kirchen sucht statt im Theater.

Doch dabei blieben sie nicht stehen. Sie gingen weiter, indem sie versuchten, ein Gesetz zu verabschieden, das auch die Kunst kontrollieren wird, indem es jeden verfolgt, den sie als Bedrohung empfinden. Wenn wir keinen Widerstand leisten, wird das Terrorgesetz zur Kunst – mit der einen oder anderen Formulierung des Gesetzes – eine Tatsache sein. Und das wird noch erschreckender, wenn man bedenkt, dass sogar noch mehr Waffen an den (Anti)Terrordienst gegeben werden, der Irianna und Theofilos inhaftiert hat, wobei er alles ausheckt, wie nur er es kann.

Der Versuch, alle die Widerstand leisten, zum Schweigen zu bringen, findet jedoch nicht nur in Griechenland statt, sondern erstreckt sich auch auf andere Länder.

In Spanien sitzt ein Künstler, der katalanische Kommunist Pablo Hasel im Gefängnis, weil er das „Verbrechen“ beging, den König zu beleidigen. Es könnte eine Nachricht aus dem Jahr 1920 sein, doch es ist erst vorgestern passiert. Im 21. Jahrhundert gibt es immer noch Könige, manche mit Krone und manche ohne. Und wenn du sie in Frage stellst, verstecken sie sich tatsächlich hinter ihrer angeblichen Demokratie und verfolgen dich. Der spanische Staat hat gegen Hasel alle Mächtigen, innerhalb und außerhalb der Grenzen, hinter sich. Entweder aktiv oder durch ihr schuldhaftes Schweigen. Der König, die sozialdemokratische Regierung, die Europäische Union, die Nachfahren Francos.

Wir, in Griechenland, in der Türkei, in Katalonien, alles was wir haben, sind wir – die Internationale Solidarität.

Als Arbeiter und Arbeiterinnen der Gewerkschaft von VIOME fühlen wir uns verpflichtet, über die Arbeitenden in der Kunst zu schreiben. Denn all diese Jahre sind Hunderte in unsere Fabrik gekommen, um ihre Solidarität zu zeigen und ihre Notenlinien als Schild gegen die Unterdrückung zu setzen.

Die Arbeiter der besetzten Fabrik von VIOME senden ihre Solidarität an Pablo Hasel und an alle Künstler, die gegen die Könige kämpfen, egal ob sie Throne haben oder große Unternehmen.



#PabloHaselLibertad



Irianna V.L. verbüßt in den Frauengefängnissen bei Theben eine 13jährige Haftstrafe. Verurteilt wurde sie 2017 wegen Mitgliedschaft in einer Terrorgruppe. Kritiker verweisen immer wieder darauf, dass die Beweislage für die Verurteilung äußerst dünn sei.

Theofilos Mavropoulos 2014 zu einer Gefängnisstrafe von 15 Jahren verurteilt, 2016 dazu zu 115 Jahren wegen mehrfachen Mordes.

Beide Anarchist:innen und Mitglied der „Verschwörung der Feuerzellen“, Stadtguerilla

https://www.griechenland.net/nachrichten/politik/22089-tumulte-nach-gerichtsurteil-im-zentrum-athens


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"On ne retire aucun mot, on ne baisse pas d'un décibel" Solidarité avec les artistes en lutte

 Nous subissons une énorme attaque du capitalisme et de la soi-disant « démocratie » qui le sert. Cette attaque nous frappe sur les lieux de travail, elle a frappé les étudiants et frappe maintenant même le monde de l’art.

Dans notre pays, le pouvoir a abandonné les artistes au chômage. Au moment où tous les lieux de culture sont fermés, il préfèrent donner de l’argent aux flics, aux médias  et aux grandes entreprises (Aegean, Entrepreneurs des péages) au lieu d'accorder une allocation aux artistes pour qu'ils puissent vivre. Mais que peut-on attendre d’un gouvernement qui cherche sa clientèle dans les églises plutôt que dans le théâtre.

Mais il n'en est pas resté là. Il a ensuite tenté de faire adopter une loi qui contrôlerait également l'Art, poursuivant toute personne qu'ils considéraient comme une menace. Si nous ne résistons pas, la Loi contre l’Art sera - sous une forme ou une autre – un fait accompli. Cela devient plus effrayant encore si l'on pense que d'armes supplémentaires sont données au Service (anti)-terroriste qui a emprisonné Irianna et Theofilou, fabriquant des preuves contre eux comme il sait si bien le faire.

Cette tentative de faire taire tous ceux qui résistent, s'étend à d'autres pays que la Grèce.

En Espagne, un artiste, le communiste catalan Pablo Hasel, est en prison pour avoir commis le "crime" d'insulter le roi. On dirait une actualité des années 1920, mais cela s'est produit juste avant-hier. Au XXIe siècle, il y a encore des rois, avec ou sans couronne. Quand on les défie véritablement, ils vous persécutent sous couvert d’une prétendue démocratie. Contre Hasel, l'Etat espagnol a avec lui tous les puissants, à l'intérieur et à l'extérieur des frontières. Activement ou avec leur silence consentant. Le roi, le gouvernement social-démocrate, l'Union européenne, les descendants de Franco.

Nous, en Grèce, en Turquie, en Catalogne, tout ce que nous avons, c'est nous-mêmes - la Solidarité internationale.

Nous, les travailleurs et travailleuses de SE VIOME, ressentons le besoin de soutenir les travailleurs de l'Art. Car pendant toutes ces années, des centaines de personnes sont venues dans notre usine pour montrer leur solidarité et dresser leurs partitions comme un bouclier contre la répression.

Les ouvriers de l'usine VIOME occupée envoient leur solidarité à Pablo Hasel et à tous les artistes qui se battent contre les rois, qu'ils aient des trônes ou de grandes entreprises.


#PabloHaselLibertad


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